Layout Baumschule Kern 2012

Pflanzen mit Ballen im Frühjahr März bis Mai

 

Im Frühjahr graben wir wieder Bäume und Sträucher von unseren Feldern für den Verkauf aus.

Dabei werden die mehrfach verschulten Bäume und Sträucher mit Hilfe einer Maschine aus dem Boden geschnitten, also mit einem Erdballen herausgeholt, und mit einem Jutetuch umschlossen und verknotet. Bei größeren Gehölzen und auch Bäumen wird ausser dem Jutetuch noch zusätzlich ein Drahtkorb zur Stabilisierung des Ballens angebracht.


Bei der Pflanzung in ihrem Garten sollten diese Trage- und Schutzgewebe am Ballen verbleiben und nur der Ballendraht und das Jutetuch nach dem Setzten in das Pflanzloch oben aufgeknipst bzw. aufgeschnitten werden. Diese Materialien verrotten übrigens nach einiger Zeit von selbst.

Wenn Sie dieses Gewebe dennoch entfernen, kann es passieren, dass das Wurzelwerk empfindlich beschädigt wird und sich ein Anwachsen der Pflanze sehr schwierig gestaltet.

Die Beifügung von Stützpfählen muß neben dem Ballen am Lochrand ausgeführt werden.

Nach dem setzten der Pflanze, reichlich angießen bzw. "einschlämmen", damit das Wurzelwerk gleich von der Erde umschlossen wird.

WASSER!

Dass man einen neu gepflanzten Baum oder Strauch angießt, weiß jeder. Weniger bekannt aber ist, dass die Pflanzen – je nach Bodenqualität – mehrere Jahre brauchen können, bis sie wirklich gut eingewurzelt sind. Und erst dann sind sie in der Lage, sich auch in längeren Trockenperioden selbst zu versorgen. Mit einem einmaligen Angießen ist es also nicht getan, vielmehr sollte man den Pflanzen in den ersten Jahren bei anhaltender Trockenheit regelmäßig Wasser gönnen. Generelle Aussagen über die Menge der Wassergaben und deren Häufigkeit sind kaum möglich, da es vom Standort und vom Wurzelvolumen abhängt, und auch davon, wie schnell der Baum oder die Pflanze einwurzelt. Optimal ist es, Pflanzen am frühen Morgen zu wässern: Dann ist es draußen noch recht kühl, es verdunstet kaum Gießwasser und die Erde kann gut Wasser aufnehmen. Die Pflanzen sind dann tagsüber ausreichend mit Wasser versorgt. Das abendliche Gießen hat dagegen zwei Nachteile: Die Erde ist von der Hitze des Tages ausgetrocknet und vermutlich sehr warm – sie nimmt schwerer Wasser auf und viel Gießwasser verdunstet, das den Pflanzen dann nicht mehr zur Verfügung steht. Gar nicht zu empfehlen ist es, über Mittag zum Schlauch zu greifen. Die Wassertropfen können auf dem Laub oder den Zweigen wie kleine Brenngläser wirken, so dass Pflanzenteile Schaden nehmen.