Layout Baumschule Kern 2012

Laub ist ein natürlicher Winterschutz für die Flora und Fauna. Im Garten sollten wir es daher am besten liegenlassen , beispielsweise in Form eines Laubhaufens in einer Gartenecke. Das hat gleich mehrere Vorteile. Für Igel, Insekten und andere Tiere ist ein Laubhaufen ein optimaler Ort, die kalten Wintermonate zu verbringen, denn das Laub isoliert und bietet somit einen gemütlichen Unterschlupf. Nach dem Winter wird das Laub von tausenden Lebewesen abgebaut und in wertvollen Humus umgewandelt. Die Nährstoffe bleiben im Garten.


-Tipp 4 - Gehölzschnitt im Winter

 

 

Bäume, bei denen ein Schnitt besser im Winter durchgeführt wird (Ruheperiode):

 

Kleinere Schnittwunden können einem Baum dieser folgenden Liste auch im Spätsommer/ Herbst beigefügt werden; da ist der Wurzeldruck im Saftfluß gering. Die Kallusbildung zur Wundverheilung ist noch ingange.

Bei folgenden Bäumen empfiehlt sich ein Spätherbst-/Winterschnitt, wenn auch größere Äste entfernt werden sollen ( ab ca. 5 cm Durchmesser) da es im Frühjahr zu starkem Saftaustritt aus den Schnittwunden kommt:

  • Acer in Arten und Sorten - Ahorn

  • Aesculus hippocastaum - Rosskastanie

  • Betula in Arten und Sorten - Birke (auch schon Spätsommer)

  • Castanea sativa - Esskastanie

  • Catalpa bignonioides - Trompetenbaum

  • Celtis australis - Zürgelbaum

  • Cecidiphyllum japonicum - Katsurbaum (Kuchenbaum)

  • Corylus colurna - Baumhasel

  • Liquidamber styraciflua - Amberbaum

  • Liriodendron tulipifera - Tulpenbaum

  • Morus nigra - Maulbeerbaum

  • Quercus in Arten - Eiche

  • Zelkova serrata - Zelkove

(diese Liste hat nicht den Anspruch auf Vollständikeit)

 

Frostschäden nach einem Winter erkennt man oft erst im Frühjahr. Diese schneidet man dann auch alsbald heraus. 

 

Halbgehölze wie Lavendel, Thymian, Blauraute, Säckelblume oder Bartblume werden besser erst Ende des Winters, im April geschnitten.

 

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WASSER!

Dass man einen neu gepflanzten Baum oder Strauch angießt, weiß jeder. Weniger bekannt aber ist, dass die Pflanzen – je nach Bodenqualität – mehrere Jahre brauchen können, bis sie wirklich gut eingewurzelt sind. Und erst dann sind sie in der Lage, sich auch in längeren Trockenperioden selbst zu versorgen. Mit einem einmaligen Angießen ist es also nicht getan, vielmehr sollte man den Pflanzen in den ersten Jahren bei anhaltender Trockenheit regelmäßig Wasser gönnen. Generelle Aussagen über die Menge der Wassergaben und deren Häufigkeit sind kaum möglich, da es vom Standort und vom Wurzelvolumen abhängt, und auch davon, wie schnell der Baum oder die Pflanze einwurzelt. Optimal ist es, Pflanzen am frühen Morgen zu wässern: Dann ist es draußen noch recht kühl, es verdunstet kaum Gießwasser und die Erde kann gut Wasser aufnehmen. Die Pflanzen sind dann tagsüber ausreichend mit Wasser versorgt. Das abendliche Gießen hat dagegen zwei Nachteile: Die Erde ist von der Hitze des Tages ausgetrocknet und vermutlich sehr warm – sie nimmt schwerer Wasser auf und viel Gießwasser verdunstet, das den Pflanzen dann nicht mehr zur Verfügung steht. Gar nicht zu empfehlen ist es, über Mittag zum Schlauch zu greifen. Die Wassertropfen können auf dem Laub oder den Zweigen wie kleine Brenngläser wirken, so dass Pflanzenteile Schaden nehmen.